Andres ZAUGG, angeklagt wegen Sachbeschädigung

Datum und Zeit: Freitag, 14.06.19, 08 Uhr 15
Ort: Richteramt Olten-Gösgen, Römerstrasse 2, 4600 Olten

1. Stock

Beschuldigter und Berufungskläger: Andres ZAUGG, angeklagt wegen Sachbeschädigung (grosser Schaden)

Gerichtspräsidentin: Patricia Basler

Zusammenfassung

Der Religionskritiker Andres ZAUGG versuchte mit Protestaktionen auf Folgen und Gefahren durch religiöse Verblendungen aufmerksam zu machen. Die ersten dieser Aktionen wurden der Allgemeinheit vorenthalten. Deshalb hat er vor bald 8 Jahren den Altar der St. Ursenkathedrale Solothurn in Brand gesetzt. Dies brachte ihn für nahezu 6 Jahre in Sicherheitsverwahrung. Schliesslich ordnete das Bundesgericht seine Freilassung an.

Der lokale KESB-Häuptling (die sogenannte Kinder- und Erwachsenen-Schutz-Behörde) sah das anders und ordnete den Verbleib in der Sicherheitsverwahrung an. Um «ein Rauchzeichen zu setzen» steckte ZAUGG seine Zelle in Brand. So wurde sein Fall publik und die Solothurner mussten ihn endlich freilassen.

Am 31.01.18 wurde er deshalb in Anwesenheit von 12 Prozessbeobachtern erstinstanzlich erneut verurteilt. Sichtlich geniert erliess ihm aber die Richterin die Strafe, bürdete ihm aber trotzdem die Verfahrenskosten auf. Dagegen ging ZAUGG in Berufung, und so musste er abermals vor die Richtertische.

Letzte Entwicklung: Am 11.12.19 ist ZAUGG mit Rechtsanwalt BERNARD  vor dem Solothurner Obergericht gestanden. Zum Leidwesen des Betroffenen sendeten die Oberrichter den Fall zur Neubeurteilung an die erste Instanz zurück: Die umstrittenen Rechtsfragen seien zu komplex, deshalb wäre das Einschalten eines Pflichtverteidigers notwendig gewesen.